„Pomp and Circumstances“

  • Überdurchschnittlich gut besuchte 27. Orgelvesper zum Patrozinium des Hl. Thomas Morus
  • Überwältigender Applaus für Künstler
  • Royaler Glanz in St.-Thomas-Morus-Kirche.

Zur 27. Orgelvesper in sechs Jahren begrüßte Organist Jakob Ch. Handrack das zahlreiche Publikum in der St.-Thomas-Morus-Kirche am Sonntagnachmittag. Über 50 Zuhörer waren der Einladung des Fördervereins der Pfarrei St. Thomas Morus gefolgt, um den Organisten und Pfarrer Hans-Joachim Wahl an der Königin der Instrumente zu hören.

Namenstag der Kirche

Am 22. Juni feiert die Katholische Kirche den Gedenktag des Heiligen und Märtyrers Sir Thomas More. Für die nach ihm benannte Kirche in der Grünberger Straße ist dieser Tag sozusagen ihr Namenstag – das Patrozinium.

Very british!

Pfr. Hans-Joachim Wahl ist bereits das zweitemal als Organist bei einer Orgelvesper zu Gast. In seinem Programm brachte er – typisch englisch – Werke von Ralph Vaughan-Williams, George Thomas Thalben-Ball und Edward Elgar zu Gehör.

Die Eröffnung übernahm ein Franzose. Stimmgewaltig erklang die aufgezeichnete Improvisation Marcel Duprés über den englischen Hymnus „Ye servants of God, your Master proclaim“. Dupré (1886-1971) wirkte als Organist an der Kathedrale St. Sulpice in Paris. Auf seinen Konzertreisen machte er sich einen Namen als herausragender Improvisator.

Es folgten drei Werke des englischen Komponisten Ralph Vaughan-Williams (1872-1958). Williams machte sich vorallem als Vertreter der englischen Vokalmusik einen Namen. 1906 gab er ein neues Kirchengesangbuch „The English Hymnal“ heraus. Aus diesem erklang der erste Choral „For all Thy saints“ (dt.: „Für alle Heilgen“). Wahl begleitete die singende Gemeinde und überzeugte dabei durch eine gefällige und abwechslungsreiche Registrierung der einzelnen Strophen.

Die Elegy (1944) von George Thomas Thalben-Ball (1872-1958) erklang nuanciert. Behutsam und klar hob Wahl die Melodie gut hörbar hervor und schaffte einen Spannungsbogen einer Erzählung gleich bis zum Schluss.

„Overwhelming!“

Den finalen Kehraus bildete die Fanfare for St. Gregory des Zeitgenossen Christopher Tambling (*1964). Anfang und Schluss bildeten den Rahmen und demonstrierten britischen Pomp und Pathos. Der mittlere Abschnitt war geprägt von einer hohen Expressivität romantischen Gefühlslebens. Das Publikum bedankte sich – gloria soli deo – mit überwältigenden Applaus.

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